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Stefan Hüfner

geb. 2. Juli 1935 in Löwenberg, Schlesien, gest. 17. Jan. 2013 in Saarbrücken

Autorenportrait vor einer silbernen Machine

Foto: Privat

Stefan Hüfner war Physiker an der Universität des Saarlandes, er ist aber nicht nur mit Fachpublikationen, sondern auch mit Romanen hervorgetreten. Seit 1975 arbeitet er als Professor für Experimentalphysik an der Universität des Saarlandes. Im Nachruf der Uni heißt es: „Als weltweit anerkannten Experten für Photoelektronenspektroskopie faszinierten ihn Grenzflächen in Materialien, zu deren Erforschung er den Sonderforschungsbereich 277 an der Universität des Saarlandes gründete und acht Jahre leitete.“ Er engagiert sich auch hochschulpolitisch und übernimmt noch 2001, schon „Grandseigneur der Saarbrücker Naturwissenschaften“ (Uni-Zeitschrift „campus“), das Amt eines Vizepräsidenten für Planung und Strategie der Universität des Saarlandes. Der Physiker ist auch kulturell lebhaft interessiert. Sein Credo ist: „Ohne Geisteswissenschaften sind wir Barbaren, ohne Naturwissenschaften Neandertaler.“

Hüfner betätigt sich seit den 90er Jahren auch literarisch, kann auf diesem Feld aber bei weitem nicht das Renommee gewinnen, das er sich als Wissenschaftler erworben hat. Seine belletristischen Werke erscheinen in kleinen Verlagen und werden überregional nicht wahrgenommen.  Seinen ersten Roman veröffentlicht er 1990, später erscheinen im saarländischen Conte-Verlag drei Romane aus seiner Feder. Darin geht es um die gesellschaftliche Verantwortung des Naturwissenschaftlers, in einer negativen Utopie übt er Kritik am Kapitalismus. (RP)