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Nikolaus von Kues

lat. Nikolaus Cusanus
geb. 1401 in Kues an der Mosel (Bernkastel-Kues), gest. 11. August 1464 in Todi in Unteritalien

Seitliche Aufnahme der ganzen Statue

Bronzestatur des Nikolaus von Kues

Der Cusaner war Sohn des Schiffers und Winzers Johann Kryffz (Krebs). Studierte in Heidelberg Philosophie, in Padua kanonisches Recht und in Köln Theologie (nebenbei noch Mathematik). Als Sekretär und Kanzler der Trierer Erzbischöfe nahm Nikolaus von Kues 1432 am Konzil von Basel teil. Mit größtem Engagement setzte er sich für die Einheit der Kirche ein, weiterhin für die Versöhnung zwischen Papst und den deutschen Fürsten. 1447, nach Erhalt der St. Wendeler Pfründe, stiftete er seinem Heimatort das St. Nikolaushospital. 1448 Kardinal, 1450 Bischof von Brixen. Von Pius II. 1459 zum Generalvikar für Rom ernannt, Entwurf einer “Reformatio generalis”, einer allgemeinen Kirchenreform.

Nikolaus’ Grab ist in Rom, in San Pietro in Vincoli, der Titelskirche des Kardinals; sein Herz in Kues, in der Kapelle des Nikolaushospitals. Das Geburtshaus wurde als Gedenkstätte eingerichtet.

Nikolaus von Kues verfasste etwa 50 philosophisch-theologische Schriften, dazu an die 300 Predigtentwürfe. Der Leitsatz seines Lebens wie seiner Werke: “Coincidentia oppositorum”, die Versöhnung der Gegensätze in Gott.

„Es fällt auf, dass in St. Wendel alle Zeichen des Gedenkens an Cusanus jüngeren Datums sind. Vielleicht ist es gerade seine vielfarbig schillernde Persönlichkeit, jene kontroverse Mischung aus Rationalität, Frömmigkeit, realpolitischem Pragmatismus und tiefgründigem Denken, die den großen Moselaner auch für heutige Zeitgenossen spannend macht. (Eva-Maria Reuther).“
Das Zitat ist entnommen aus: St. Wendel, Cusanus. Hrsg. Josef Alles und Kurt Bohr. Verlag Saarkultur, Saarbrücken 2014. (GO)