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Kirkel-Limbach

 

Limbach, erstmals 1219 als „Limpach“ (ahd. Schlamm, Lehm) erwähnt, befand sich zu jener Zeit noch auf dem östlichen Bliesufer (heute Altstadt). Im 13. Jahrhundert, aus dem noch der untere Teil der evangelischen Kirche stammt, siedelten die Bewohner sukzessive in die Bliestalaue um. An der Bliesbrücke an der „Geleitstraße“ unterhielt das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken über Jahrhunderte hinweg eine einträgliche Mautstelle, die mithin ausschlaggebend für den relativen Wohlstand der Ortschaft war. Aus Limbach stammt Theobald Hock, geboren 1573, der sich mit dem Gedichtband „Schönes Blumenfeld“ (1603) in die deutsche Literaturgeschichte einschrieb, ansonsten aber als korrupter Politiker von sich reden machte und allein durch den „Prager Fenstersturz“ (1618) vor der Vollstreckung des über ihn verhängten Todesurteils bewahrt wurde.

Einen Gedichtband, „Sängergrüße vom Lande an der pfälzischen Kaiserstraße“ (1909) betitelt, hinterließ auch Louis Lehmann (1854-1924). Geburtstagslyrik für Bismarck, „Gelegenheitsgedichte“ an lebende oder verstorbene Personen, eindringliche Verse über den Tod von Frau und Kind und Reime mit kuriosem Zeitkolorit sind der Inhalt.

Limbach ist der Wohnort von Sabine Müller, die zwei historische Romane über die Homburger Hohenburg verfasst hat.