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Homburg-Einöd

 

Als „Eynot“ (einzeln liegendes Gehöft) 1290 erstmals erwähnt, gehörte Einöd zunächst zur Herrschaft Kirkel, ehe es 1410 Pfalz-Zweibrücken eingegliedert wurde. Nach 1648 kam das Dorf zu Ixheim, ab 1700 zur Schultheißerei Limbach. 1760 wurde der Ort dann selbst Schultheißerei und 1798 Bestandteil des Kantons Zweibrücken. Eine eigene Bürgermeisterei erhielt Einöd 1849. Mit der Konstruktion des Saargebietes 1919 wurde das Dorf dem Bezirksamt Homburg zugeordnet. Zu Einöd gehören die Ortsteile Ingweiler und Schwarzenacker; letzterer war bereits in römischer Zeit eine bedeutende Etappenstadt.

Nach Einöd hatte es Karl Leibrock der Ehe wegen verschlagen. 1877 auf dem Eschweiler Hof / Kirkel geboren, war er vor dem Ersten Weltkrieg ein vielgelesener Autor der Pfalz. Vor allem seine „Träumereien aus dem Westrich“ fanden weite Verbreitung. Die örtliche Sage vom „Teufelshaus“ wurde von ihm um 1910 neu bearbeitet und wieder populär gemacht. In Einöd trägt eine Straße den Namen des Schriftstellers. In Einöd wurde 1917 die Autorin Erni Deutsch gegeben, die sich den Namenszusatz „Einöder“ gab und stets nur unter dem Doppelnamen Deutsch-Einöder auftrat. Sie hat in mehreren Büchern, aber auch in Zeitschriften und Zeitungen zahlreiche Erzählungen und Gedichte veröffentlicht. Die „Mutter“ des Literarischen Vereins der Pfalz starb 1997 und ist in ihrem Geburtsort beigesetzt.