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Blieskastel-Webenheim

 

Als „Webenauwe“ (nach der Talaue der Blies, in welcher der Wasserstand schwankt, von ahd. „weibon“) 1303 erstmals urkundlich erwähnt, stand der Ort immer in enger Verbindung zum Zweibrücker Herrscherhaus. Erst die Franz. Revolution beendete 1793 diese jahrhundertelange Bindung. Mit der Pfalz 1816 bayerisch geworden, bildete das Dorf bis 1843 mit Mimbach eine Gemeinde. In Webenheim geboren ist der Journalist, Publizist und Schriftsteller Friedrich Hussong (1878-1943). In der Weimarer Republik betätigte er sich in Berlin als Hassprediger gegen Demokratie. Nationalistische, völkische und antidemokratische Gesinnung ließen ihn zu einem einflussreichen Steigbügelhalter für die Nazis werden, er galt wegen seiner Hass- und Hämetiraden als „publizistischer Lehrmeister von Goebbels“. In einigen seiner Veröffentlichungen wie beispielsweise „Hirsewenzel“ (1965) rekurrierte er auch romantisierend auf das Leben in seinem Geburtsort vor 1900.