Literaturpreise

Kunstpreis des Saarlandes

Der Kunstpreis des Saarlandes ist die wichtigste und mit 7.500 am höchsten dotierte Auszeichnung, die das Bundesland an Künstler vergibt. Er wurde seit 1959 jährlich und wird seit 1966 zweijährlich abwechselnd an Musiker, Bildende Künstler und Schriftsteller vergeben. Gestiftet und verliehen wird der Preis vom saarländischen Kultusministerium, das die Entscheidung einer unabhängigen Fachjury in einem zweistufigen Verfahren überlässt.

Preisträger im Bereich Literatur waren:

Eugen Helmlé Übersetzerpreis

Der Preis, seit 2005 vergeben vom Saarländischen Rundfunk und der Stiftung des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME-Stiftung), seit 2010 auch Stadt Sulzbach. Soll „eine außergewöhnliche Übersetzungsleistung“ würdigen. Wird jährlich vergeben, abwechselnd an einen deutschen und einen französischen Übersetzer.

Dokumentation: 10 Jahre Eugen Helmlé-Übersetzerpreis, hrsg. vom Saarländischen Rundfunk 2004 (mit 2 CDs)

Die bisherigen Preisträger:

  • 2005 Tobias Scheffel
  • 2006 Claude Riehl
  • 2007 Andrea Spingler
  • 2008 Nicole Bary
  • 2009 Lis Künzli
  • 2010 Olivier le Lay
  • 2011 Sabine Müller und Holger Fock
  • 2012 Alain Lance und Renate Lance-Ottenheim
  • 2013 Prof. Dr. Jürgen Ritte
  • 2014 Cécile Wajsbrot
  • 2015 Hinrich Schmidt-Henkel
  • 2016 Anne Weber
  • 2017 Simon Werle

Hans-Bernhard-Schiff-Preis

Von seinem Sohn Joachim initiierter Literaturpreis im Andenken an den Saarbrücker Schriftsteller Hans Bernhard Schiff. Der Preis wird jährlich ausgeschrieben. Der Hauptpreis ist mit 4.000 Euro, der Förderpreis mit 1.000 Euro dotiert. Die Zusammensetzung der Jury ist nicht bekannt. Eingereichte Werke sollen inhaltlich oder über die Person des Verfassers/der Verfasserin einen Bezug zur Saar-Lor-Lux-Region haben. Die Texte sollen Bezug nehmen auf ein jeweils wechselndes Motto aus dem Werk Hans Bernhard Schiffs. Das Genre ist nicht festgelegt. Als Sprachen können Deutsch, Französisch, Luxemburgisch oder eine der regionalen Mundarten gewählt werden. Der Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis  richtet sich an Autoren, die bereits mindestens eine literarische Publikation vorweisen können (Buch oder in einer literarischen Zeitschrift, auch Anthologie-Beiträge, nicht aber im Wege des Selbstverlages bzw. selbstfinanzierten Print-on-Demand-Verfahrens). Der Hans-Bernhard-Schiff-Förderpreis für Literatur hingegen lädt bisher unpublizierte Autoren zur Teilnahme ein. Die jeweilige Ausschreibung wird auf der Homepage der Stadt Saarbrücken veröffentlicht: www.saarbruecken.de

Dokumentation: 10 Jahre Hans-Bernhard-Schiff-Literaturpreis. Ein Leitfaden. Auf den Spuren des Hans-Bernhard-Schiff-Preises. Hg. v. Kulturamt der Landeshauptstadt Saarbrücken, Saarbrücken, Conte-Verlag 2007

Preisträger

  • Hauptpreis: Helge Dawo: An der Aktualität geht die Wirklichkeit zu Grunde. (Prosa). – Sonderpreis: Holger Kellmeyer: Ein Tag. (Prosa)
  • Hauptpreis: Toni Huber: Und wenn die Dinge Leben hätten. (Prosa) In der Stadt in die Sänfte. (Prosa) – Sonderpreis: –
  • Hauptpreis: Jean-Louis Kieffer: Grenzsteen. (Prosa) -Sonderpreis: –
  • Hauptpreis: Karl-Stephan Werkmeister: Geschäftsreise (Prosa) – Sonderpreis:
  • Hauptpreis: Martin Bettinger: Vater, komm erzähl vom Krieg (Prosa) – Sonderpreis: –
  • Hauptpreis: Bert Lemmich: Lenas Traum (Prosa) – Sonderpreis: Sébastien Jaeger: Alles, was du mir sagst, ist wahr, nur mein Herz hört nicht mit. (Prosa)[2].
  • Hauptpreis: Erhard Schmied: Rue des Allemands (Prosa, dt.) – Sonderpreis: Giulio-Enrico Pisani: Le rêve américain (Prosa, frz.) – Sonderpreis: Saskia Hellmund: Der weite Weg (Prosa, dt.)
  • Hauptpreis: – Kein Preis vergeben. – Sonderpreis: –
  • Hauptpreis: Hans Peter Hoffmann: Nachtrag zum statischen Gutachten, Haus 35/Planskizze 24/8594, Abschnitt 23B, Lorenweg 7, Hühnerfeld/Sulzbach (Prosa) – Sonderpreis: Giulio-Enrico Pisani: Vie, où est ta victoire?
  • Hauptpreis: Andreas Kohler: Kriesch im Kopp, 1982 (Prosa) – Sonderpreis: Nelia Dorscheid: meute (Prosa)
  • Hauptpreis: Axel Herzog: Die Anhörung (Prosa) – Sonderpreis: Harald Ley: Et Gléck vonn der Erd (Lyrik)
  • Hauptpreis: Marc Guerbeur: Deux ou trois choses que tu sauras de moi (Prosa, frz.) – Sonderpreis: –
  • Hauptpreis: Ullrich Schäfer: Die Straße (Prosa) – Anerkennungspreis: Edith Günther-Marx: Mai 1945 (Prosa)[.
  • Hauptpreis: Hans Gerhard: Flachs und Lärchen (Prosa) – Anerkennungspreis: Sven Buchwalter: Le Soldat Ennemi (Prosa, frz.)- Förderpreis: Joana Weis: Warum die Tiere nicht sprechen können (Prosa)
  • Hauptpreis: Christiane Grün: « … en prêtant l’oreille au plus profond de tout éloinement et de tout silence, … » (Prosa, frz.) – Sonderpreis: Nelia Dorscheid: Die Einladung (Prosa, dt.)
  • Sonderpreis: Christopher Ecker: kenner meh doh (unn siwwe annere) (Lyrik) – Förderpreis: Kevin Höhn: Brüder (Prosa) – Förderpreis: Nora Wagener: Schwester – Tier – Geschichte (Prosa)
  • Hauptpreis: Nelia Dorscheid: Das Gnadenstück (Dramatik) und Bernd Marcel Gonner: Ihr wisst ja nicht oder Die beste aller möglichen… (Prosa) – Förderpreis: Kevin Höhn: Hemalion (Prosa)
  • Hauptpreis: Eva Paula Pick: Unter den Gleisen (Prosa, dt.) – Förderpreis: Daria Kramskaja: Gaia (Prosa, dt.) – Förderpreis: Andreas Sebastian Rouget:
  • Hauptpreis: Anja Schneider: Mit den Kranischen fliegen (Prosa, dt.), und: Martina Berscheid: Seit (Prosa, dt.) – Förderpreis: Andreas Sebastian Rouget: Jurij (Prosa, dt.)
  • Hauptpreis: Kevin Höhn: Kitsune = Fuchs (Prosa, dt.), und: Linus I. Molitor: Busbahnhof HD. Aus einem topographischen Porträt (Prosa, dt.) – Förderpreis: Daria Kramskaja: Das offene Fenster (Prosa, dt.)

Gustav-Regler-Preis

Die Auszeichnung wurde gestiftet zur Würdigung des Lebenswerks des in Merzig geborenen Schriftstellers Gustav Regler (1898-1963). Die Preise werden alle drei Jahre am Geburtstag Gustav Reglers in Merzig verliehen. Der Hauptpreis der Kreisstadt Merzig und des Ministeriums für Bildung und Kultur des Saarlandes ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis des SR mit 4.000 Euro dotiert.

Die erste Preisverleihung fand im Jahr 1999 statt. Mit dem Hauptpreis wird eine bereits erbrachte oder eine „noch zu erwartende literarische Leistung“ gewürdigt, der Förderpreis richtet sich vornehmlich an den regionalen Nachwuchs. „Beide Preise dürfen auch Übersetzer auszeichnen und Autoren, die sich reportageliterarischer oder essayistischer Formen bedienen.“

Liste der Preisträger unter www.tour-literatur.de
Aktuelle Ausschreibung jeweils auf der Homepage der Stadt Merzig

Otto-Weil-Kulturpreis der Stadt Friedrichsthal

wird alle 3 Jahre vergeben, spartenübergreifend.

Preisträger Literatur:

Lyrik-Wettbewerb „Wortsegel“ für Schüler

Zur Förderung des kreativen Schreibens an den saarländischen Schulen hat die Gemeinde Tholey im Jahr 2006 den Lyrikwettbewerb „Wortsegel“ ins Leben gerufen. Namensgeber für den Wettbewerb ist die Stahlplastik „Wortsegel“, das „Denkmal für Poesie“ bei Tholey-Sotzweiler von Prof. Heinrich Popp. Eingeladen zu dem Wettbewerb sind alle saarländischen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen drei bis 13, selbst als Dichterin oder Dichter aktiv zu werden, indem sie Gedichte schreiben, diese vortragen, szenisch vertonen oder audiovisuell darstellen. Schirmherr ist der Minister für Bildung und Kultur, der eine Reihe zusätzlicher Preise für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellt. Der Preis wird jährlich vergeben. Dotierung: Literatur-Workshops, Auszeichnungen. Die Beiträge sind an die Gemeinde Tholey zu senden: Im Kloster 1, 66636 Tholey. Näheres auf der Homepage der Gemeinde: www.tholey.de

Deutsch-Französischer Jugendliteraturpreis

Der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis wird im Rahmen der Saarbrücker Kinder- und Jugendbuchmesse vergeben. Er ist der einzige Preis für zeitgenössische Jugendliteratur in Deutschland und Frankreich und wird seit 2013 jährlich für ein herausragendes Werk der deutschen und französischen Kinder- und Jugendliteratur verliehen.

Die Vergabe des Preises liegt bei der Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit und der Europäischen Kinder-und Jugendbuchmesse. Die Preisträger werden von einer unabhängigen zehnköpfigen deutsch- französischen Jury ausgewählt, der je fünf deutsche und französische Experten angehören.

Die Preisträger sind:

  • 2013 Tamara Bach und Marjolaine Jarry
  • 2014 Finn-Ole Heinrich und Gaia Guasti
  • 2015 Matze Döbele sowie Emmanuel Bourdier und Zaü
  • 2016 Julia Balogh und Birgit Murke sowie Olivier Laporte
  • 2017 Angela Mohr und Muriel Zürcher