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Michel Ney

geb. 10. Jan. 1769 in Saarlouis, gest. 7. Dez. 1815 in Saarlouis

Historische Persönlichkeit aus dem Saarland: In Saarlouis geboren als Sohn eines Fassmachers, hat Michel Ney sich hochgearbeitet zum Marschall von Frankreich. Napoleon machte ihn zum Fürsten von der Moskwa und bezeichnete ihn als „Tapfersten der Tapferen“. In Paris, Metz und Saarlouis stehen seine Standbilder, das Saarlouiser Standbild zierte 1947 gar eine saarländische Briefmarke. Ob Ney in seinen zahllosen Schlachten bloß ein verwegener Haudegen war oder ein Stratege, ist umstritten. Da er die Seiten gewechselt hat von Napoleon zu den Bourbonen und zurück zu Napoleon, um schließlich von den Bourbonen zum Tode verurteilt zu werden, ist es auch umstritten, ob er eher ein Verräter oder ein besonders Treuer war, der zuletzt der Stimme seines Herzens folgte. Stoff genug jedenfalls, den Mann aus Saarlouis mehrfach in die Weltliteratur eingehen zu lassen, von Tolstoi bis Stendhal, von Hemingway bis Ernst Jünger.

Siehe Exkurs „Michel Ney in der Literatur“ im Ortsartikel Saarlouis