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Georg Fox

geb. 12. Juli 1949 in Saarbrücken.

Der Lehrer Georg Fox ist einer der führenden Mundartautoren im Saarland, tritt mit zahlreichen eigenen Veröffentlichungen hervor und engagiert sich darüber hinaus als Herausgeber und als Mitgründer der Bosener Gruppe für die saarländische Mundart.

Fox wächst auf in Rockershausen im Saarbrücker Stadtteil Altenkessel, wo er bis 1978 bleibt. Seitdem wohnt er in Köllerbach-Engelfangen, einem Stadtteil von Püttlingen.

Sein Examen macht Fox an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes (Fächer: Deutsch und Politik). Ursprünglich hat er aber eine politische Karriere ins Auge gefasst. Ende der 60er Jahre ist er Assistent des saarländischen CDU-Politikers Prof. Konrad Schön. Seinen Rückzug aus der Politik begründet er damit, die politische Kontroverse sei nicht sein Ding gewesen, er sei mehr auf Harmonie ausgerichtet. Der „grüne Schwarze“ (Selbstcharakterisierung) widmet sich fortan seiner Karriere im Schuldienst.

Buchcover Haus Geheischnis1985 ist Fox der jüngste Rektor des Saarlandes; 2014, bei seiner Pensionierung als Leiter der Erich-Kästner-Schule in Heusweiler-Holz, ist er dann der dienstälteste. Bei seinem Ausscheiden wird ihm bescheinigt: „Mit pädagogischem Geschick und unternehmerischer Weitsicht brachte er sowohl das einst marode Gebäude als auch die Inhalte der Erich-Kästner-Schule auf den neuesten Stand.“ („Saarbrücker Zeitung“ 30.7.2014)

Zum Abschied aus dem Schuldienst veröffentlicht Georg Fox ein Sachbuch („Guten Morgen, du A……..!“), das sich in seiner Bestandsaufnahme sehr nah an der Schulwirklichkeit bewegt und, oft aus der Perspektive des Schulleiters, konkrete Tipps für die Praxis gibt. Zum Beispiel widmet er sich der Notwendigkeit einer „gediegenen“ Pressearbeit, um PR für die Schule zu betreiben; er selbst habe „viele Pressemeldungen und Informationen“ verfasst. Er entwirft von sich das Bild eines Schulleiters, der seinen Vorgesetzten durchaus unbequem ist: „Ich bin bekannt dafür, dass ich mich in Konferenzen beim Schulrat oder in Fortbildungsveranstaltungen jeweils mit kritischen Einwänden zu Wort melde.“

Fox tritt früh mit Veröffentlichungen hervor. Er ist einer der rührigsten Mundartautoren der Region, aber er hat auch zahlreiche Beiträge in Hochdeutsch publiziert, zum Beispiel im Bergmannskalender. Als Mundartautor (Rheinfränkisch, Saarbrücker Platt) ist er nicht nur in den Printmedien präsent, auf SR 3 Saarlandwelle veröffentlicht er zwischen 1996 und 2003 das wöchentliche Feature „Oomends schbääd“ in der Sendung „Mundartabend“, und er hat auch eigene CDs produziert. Georg Fox ist Mitbegründer der Bosener Gruppe, einer Mundartautorenvereinigung für rhein- und moselfränkische Regionaldichtung, zu deren Gründungsmitgliedern u.a. auch Relinde Niederländer, Peter Eckert (Verfasser unseres → Themenbeitrags „Saarländische Mundart), Heinrich Kraus und Johannes Kühn gehören. Für seine Mundartliteratur wird Fox immer wieder mit Preisen ausgezeichnet. Darüber hinaus betätigt er sich auch als Maler, Zeichner und Grafiker, hat zu mehreren Büchern die Illustrationen beigesteuert und es sogar auf die Titelseiten von Telefonbüchern geschafft. Fox unterhält eine eigene Homepage mit Informationen über seine Aktivitäten.

Georg Fox ist ein überzeugter Saarländer, er schreibt „vom Glück, im Saarland leben zu dürfen“ www.saarland-lese.de In seinen hochdeutschen wie in seinen Mundarttexten geht es ihm immer wieder um die Identität des Saarlandes. “Typisch für seine Texte sind Hintergründigkeit, präzise Beobachtung, versteckte Ironie, Lebensweisheit und Verständnis“, schreibt Rita Dadder www.saarland-lese.de. ZITAT

Auqrell ZeichnungIm Vorwort zu seinem Buch „Saa, was de willschd“ (2012) schreibt Edith Braun, die „große alte Dame“ der saarländischen Mundart: „Wir sollten Georg Fox dankbar sein, der sich seit Jahrzehnten als Autor für den Erhalt unserer Mundart einsetzt.“ Für das Buch „Saarlandfarben“, das 2018 in der Edition Schaumberg erscheint, hat Fox sich das Saarland noch einmal genau angesehen und seine Eindrücke in hochdeutschen Texten und farbigen Illustrationen festgehalten. Für „SZ“-Redakteur Oliver Schwambach ist dieser literarische Reiseführer unter allen bekannten Druckwerken „die unbedingteste Liebeserklärung an dieses Land“. (RP)