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Eduard Haas

Keine Lebensdaten bekannt. Vermutlich selbständiger Handwerker in Saarbrücken.

Veröffentlicht sehr anschauliche Saarbrücker Jugenderinnerungen aus der Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts (→ Zitat im Ortsartikel Saarbrücken) sowie zwei Bücher mit Kriegserinnerungen aus dem Deutsch-Französischen Krieg.

Seine Aufzeichnungen aus der Belagerung von Metz sind alles andere als militaristisch. Nach der Kapitulation von Metz nimmt er sich einen Tag Urlaub und begibt sich in die Stadt, in der er nahe Verwandte hat, „mit die Hauptsache“ ist aber der Besuch einer Kneipe. Auf dem Weg dorthin tritt ihm „all das Elend, welches die französische Armee während der Belagerung genau wie wir hatte durchmachen müssen, vors Auge“. Zufällig begegnet er dem Weinhändler Ochsner aus Saarbrücken, der ihn in ein nobles Hotel zu einem opulenten Essen und Wein einlädt. Dann trifft Haas noch zwei Saarbrücker und geht mit ihnen in eine Bierkneipe. Am Abend trifft er bei den Verwandten ein. Eine Nachbarin sagt zu ihm: „Ich will Euch mal etwas sagen, Monsieur H., nehme Euer Fusil und schmisses in die Musel, dann gehe Ihr hem bei Euer Mama.“ (RP)