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Heinz Müller-Dietz

geb. 2. Nov. 1931 in Bretten (Landkreis Karlsruhe)

Foto: Privat

Heinz Müller-Dietz ist ein Jura-Professor an der Universität, der sich mit den Beziehungen von Literatur und Recht beschäftigt und auch selber schreibt.

Nachdem er sich 1966 habilitiert hat, ist er stellvertretender Leiter der JVA Freiburg. Von 1969 bis 1997 lehrt er als Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafvollzug und Kriminologie an der Saar-Uni.

Neben seinem universitären Schwerpunkt tritt er immer wieder mit Arbeiten zur Beziehung von Literatur und Recht hervor. Schriftsteller des 19. und des 20. Jahrhunderts befragt er auf ihre Sicht des Rechts, der rechtlichen Institutionen und der Juristen. Von der Literatur verspricht er sich Erkenntnisgewinne für die Jurisprudenz, die Kriminologie und den Strafvollzug. Sein besonderes Interesse gilt den Autoren Karl Kraus und Robert Musil, aber er hat sich beispielsweise auch mit Theodor Fontane, Gustav Regler und Heinrich Böll befasst. Seine Untersuchungen sind in mehreren Sammelbänden erschienen, die ihm zum 65. Geburtstag gewidmete Festschrift steht unter dem Titel „Das Recht und die schönen Künste“.

Seit 1974 hat Heinz Müller-Dietz auch eigene Texte veröffentlicht. Als Autor von Aphorismen, Glossen, Gedichten und kleiner Prosa bevorzugt er die pointierte Form. ZITAT

 Die zunächst vor allem in der „Saarbrücker Zeitung“ und in Anthologien des saarländischen Schriftstellerverbands veröffentlichten Texte sind in mehreren Sammelbänden vereint. Im Vorwort zu „ALLES WAS RECHT IST“ schreibt Müller-Dietz: „Manche dieser Beiträge könnten – im Ernst – als ‚Scherz-Artikel’ verstanden werden. Gelegentlich scheuen sie – horribile dictu – nicht einmal den Kalauer. Das hängt indessen mit der festen Überzeugung des Autors zusammen, dass es Gegenstände gibt, denen man – wenn schon eine Begegnung unvermeidlich ist – noch am besten auf solche Weise begegnet.“ (RP)