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Agnes Stenz

geb. 24. Jan. 1914 in Bexbach, gest. unbekannt

Agnes Stenz war eine Mundartautorin, die in ihren Gedichten es vornehmlich um Bexbacher Themen ansprach.

Von Kindesbeinen an befasste sich Agnes Stenz mit Reimereien. Mikrokosmos ihrer Verse war in erster Linie Bexbach, jener Ort also, an dem sie geboren wurde und in dem sie ihr ganzes Leben zubrachte. Forum ihrer Veröffentlichungen war das örtliche Mitteilungsblatt, die „Höcherberg-Nachrichten“, die vom zeitweiligen saarländischen Wirtschaftsminister Edwin Hügel herausgegeben wurden. An ihn persönlich richtete Agnes Stenz auch das Gedicht „Sehr geehrter, lieber Herr Hügel“. Später erschienen ihre veröffentlichten wie auch eine Reihe noch unveröffentlichter Gedichte in zwei Bänden im Eigenverlag mit dem Titel „Heitere und ernste Gedichte“ (1979 bzw. 1982). ZITAT

Schier unerschöpflich war ihr Themenspektrum, sie verfasste zu nahezu jeder Gelegenheit Gedichte. „Faasenaachd bei der CDU Frankenholz“, „Zwanzig Jahre VHS Altstadt“, „Chaoten in Deutschland“, „Die Müllmänner“, „Die Ölkrise“ lauten einige ihrer Überschriften. Unter dem Aspekt ihrer damaligen Aktualität können diese Produkte aus ihrer Feder durchaus als gereimte Zeitdokumente angesehen werden, deren Inhalt auch aus dem völligen Unverständnis gegenüber gewissen, auch politischen Entwicklungen resultiert. Jahreszeitliche Naturverse, Gelegenheitsdichtungen zu Geburtstagen, Hochzeiten ö. ä., Bütten- und Kirmesreden komplettieren das Repertoire von Agnes Stenz, das literarisch nicht besonders anspruchsvoll, aber zweifellos von einer gewissen lokalen Bedeutung ist. (MB)