Wadern-Holländerkopf

 

Der Holländerkopf ist mit rund 400 Metern die dritthöchste Erhebung im Kreis Merzig-Wadern, nur noch „überragt“ vom Peterkopf zwischen Britten und Mettlach (ca. 402 m) und dem Rehkopf nordöstlich Wadern-Wadrill (443 m). Es flankieren ihn auf der westlichen Seite der Wadrillbach und auf der östlichen der Lösterbach, bevor sie südlich Dagstuhl in die Prims fließen. Die Höhe erhebt sich zwischen dem Waderner Stadtteil Gehweiler im Westen und dem Stadtteil Löstertal (Ober-und Niederlöstern) im Osten. Am Holländerkopf hat Leo Kornbrust eine Station seiner europäischen Skulpturenstraße für den Frieden gestaltet.

Einen Bergrücken weiter, am Rehkopf, liegen die restaurierten gallo-römischen Hügelgräber von Oberlöstern aus dem 2. Jahrhundert n.Chr. Mit Holland hat die Erhebung, wie Einheimische erklären, gar nichts zu tun; vielmehr sei der Name von Holunder abgeleitet, einem Busch mit weißen Blütendolden und blau-schwarzen Früchten, aus denen sich Tee und Wein machen lassen. Für Karin Klee ist der Holländerkopf nicht nur Titelgeber, sondern auch Schauplatz ihres ersten Romans, „diese circa einundzwanzig Hektar große Fläche Grünland“, wo alles sich um das dreht, „was den Menschen ausmacht: Leben, Namen, Besitztümer und Tod.“