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Mandelbachtal-Wittersheim

 

Als „Witersheim“ (nach dem ahd. Rufnamen „Withari“) 1267 erstmals erwähnt, wird bis 1383 die Blieskasteler Adelsfamilie Schade in Verbindung mit Rechten im Ort genannt. Eine Vielzahl von Eigentümern findet sich im 14 Jahrhundert: die Klöster Wörschweiler und Gräfinthal, die Herren von Bitsch und St. Ingbert sowie die Mauchenheimer von Zweibrücken. Im 16. Jahrhundert sind die Herren von Eltz und Pfalz-Zweibrücken als Eigentümer belegt; 1601/02 erhoben sich die Wittersheimer Bauern gegen die Eltzsche Herrschaft. 1660 gelangte der Ort als Ganzes an die Grafen von der Leyen. Über ein skurriles Ereignis in Wittersheim nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 berichtet anschaulich Jakob Ackermann (1860-1937) in der nach ihm benannten Chronik. Demnach wurde bei einem „Friedensfest“ am 12. März 1871 am alten Schulhaus seines Heimatortes eine Friedenseiche gepflanzt. Als einige Tage später die lothringischen Bauern mit Fuhrwerken Kohle in ihre Region verfrachteten und des neu gepflanzten Baums gewahr wurden, lautete der Kommentar in ihrem typischen Dialekt: „So wenig, wie die wachst, bliwe mir ditsch!“.