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Gersheim-Rubenheim

 

1245 als „Ropoinhem“ (Behausung des „Rubo“, althochdtsch. Rufname) erstmals urkundlich erwähnt, reicht die Besiedlung des Ortes nachweislich viel weiter zurück. Reich ausgestattete Hügelgräber und Trichterwohnungen belegen bereits für das 7. Jahrhundert vor Christus dauerhafte Niederlassungen. Rubenheim gehörte ursprünglich zur Bliesgaugrafschaft und kam mit ihr 1284 zum Bistum Metz. 1339 geriet der Ort hälftig in kurtrierischen Besitz, während die andere Hälfte zur Zweibrücken gehörte. Um 1530 werden die Herren von Eltz als Eigentümer genannt, deren Anteil 1659 an die Grafen von der Leyen überging. 1777 kam der Zweibrücker Besitz an den schottischen Baron Cathcart von Carbiston, der ihn im Jahr darauf an das Haus von der Leyen in Blieskastel abtrat.

Die Blieskasteler Gräfin Marianne von der Leyen (1745 – 1804) berichtet in dem „Tagebuch ihrer Flucht vor den Sansculotten (1794), wie sie im Rubenheimer Pfarrhaus freundliche Aufnahme fand, ehe sie sich weiter bliesabwärts auf der Bliesinsel von Gersheim vor ihren Verfolgern versteckte. In Rubenheim befindet sich das in privater Trägerschaft befindliche „Museum für dörfliche Alltagskultur“, dem das „Museum des Saarländischen Aberglaubens“ angegliedert ist.