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Blieskastel-Ballweiler-Wecklingen

 

Ballweiler, dessen Ortsname sich als ursprüngliche Niederlassung eines fränkischen Hofbesitzers namens „Ballo“ erklärt, ist 1231 erstmals erwähnt. Diese Niederlassung gilt als Tochtersiedlung des heute kleineren Ortsteils Wecklingen, dessen Name sich als frühmittelalterliche Ansiedlung des „Wackilo“ erklärt. Wecklingen wird ist ebenfalls erstmals 1231 dokumentiert. Zunächst im Besitz des Klosters Wörschweiler, gehörten beide Orte im 14. Jahrhundert je zur Hälfte zu Kurtrier und den Herren von Eppelborn. 1410 kam das Land an die Herren von Löwenstein, zu Beginn des 16. Jahrhunderts fielen die Ortschaften an die Familie von Eltz, die um 1554/55 in Wecklingen mit dem Bau eines Schlosses begann. Dieses wurde von den Bewohnern der umliegenden Orte 1560 geplündert. 1660 gingen Ballweiler und Wecklingen in den Besitz des Hauses von der Leyen über. Am 4. April 1856 in Ballweiler geboren ist Carl Johann Becker-Gundahl, der nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München zu einem bekannten Maler des Jugendstils und des Impressionismus wurde. 1884 sorgte er mit seinem bewegenden Gemälde „Tod der Austräglerin“ in der Kunstwelt für großes Aufsehen. Für das Bild, das sich heute im Münchener Lenbachhaus befindet, erhielt er in Berlin den hochdotierten Großen Staatspreis. Becker-Gundahl starb 1925. Im ehemaligen Schulhaus sowie in Kirche und Pfarrhaus finden sich einiger seiner Werke.